Statt G8 nun G9 – mehr als nur Zahlen

Manchmal ist das so, man wünscht sich etwas so sehr und wenn es dann erreicht ist, fehlt die Freude daran, weil man schon wieder mit Neuem beschäftigt ist.

Das könnte auch in diesem Fall so sein. Das Bildungsministerium NRW hat nun endlich den Elternwunsch umgesetzt und schon kommen (berechtigte) Fragen nach dem Wie und Wie viel und Was und Wann und …
Denn der Gesetzentwurf der Landesregierung zur Neuregelung der Dauer der Bildungsgänge im Gymnasium liegt vor; aus acht Wegjahren von Klasse 5 bis zum Abitur werden nun (wieder) neun.
Eigentlich schade, das sogenannte „Turboabi“ war besser als sein Ruf. So wollen wir uns auch eine klitzekleine Tür offen lassen für diejenigen Eltern, die zusammen mit ihrem Kind nach wie vor G8 wählen wollen. Aber hier soll es nun um G 9 gehen.

Denn das Gymnasium der FES Minden wird zu G9 zurück kehren.

Was ändert sich dadurch?
Einige inzwischen bekannte Hinweise sollen hier genannt werden. Natürlich fehlt jeder Anspruch auf Vollständigkeit und Endgültigkeit; es sind einzelne neue Bausteine im Vergleich zu G8 (in Klammern und kursiv):

  • Das G9-Gymnasium setzt sich aus der Sekundarstufe I mit den Jahrgängen 5 bis 10 (Jahrgänge 5 bis 9) zusammen, daran schließt sich die gymnasiale Oberstufe mit den Jahrgängen 11 bis 13 (Jahrgänge 10 bis 12).
  • G9 ist erstmals auf die Schülerinnen und Schüler anzuwenden, die im Schuljahr 2019/20 die Klassen 5 und 6 besuchen, also auch auf die Schüler, die zum Schuljahr 2018/19 in die 5. Klasse des Gymnasiums aufgenommen wurden. Alle anderen Gymnasialschüler beenden ihren Bildungsgang nach den bisherigen G8-Vorschriften.
  • In Klasse 5 bis 6 werden maximal 30 Wochenstunden, ausschließlich am Vormittag, angesetzt (ab Klasse 9 Nachmittagsunterricht). Generell werden erst in den Jahrgängen 9 bis 10 die Wochenstunden zunehmen (30 bis 33 Stunden).
  • Die zweite Fremdsprache (zur Zeit Französisch oder Latein) setzt erst ab Jahrgang 7 (Jahrgang 6) ein. Und die zur Wahl stehende dritte Fremdsprache beginnt in Jahrgang 9 (Jahrgang 8).
  • Am Ende der Klasse 10 nehmen die Schüler am Abschlussverfahren (ZP 10) teil, das bisher den Gesamtschülern vorbehalten blieb. Die zentralen Klausuren der Einführungsphase bleiben erhalten.
  • Das G9-Gymnasium vergibt am Ende der Klasse 10 (am Ende der Einführungsphase) den mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife, FOR) und erteilt mit der Versetzung die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe (den sogenannten Q-Vermerk, FOR-Q).
  • Insgesamt sind für den Zeitraum von der 5. bis zur 10. Klasse 180 Wochenstunden angesetzt. Maximal acht Stunden können zusätzlich entsprechend der Profilierung einer Schule eingeplant werden. Das zwingt ein Gymnasium, dessen Profil bereits festgelegt ist, zu deutlichen Einschränkungen.

Für unser junges Gymnasium, das gemeinsam mit den Eltern, Schülern, Lehrern unter Berücksichtigung der Gegebenheiten auf dem Weg ist, ein attraktives Profil zu entwickeln, ist es von Vorteil.

Abschließend sei gesagt, dass wir auf einem spannenden Weg sind, die Sekundarstufe I des Gymnasiums weiter zu entwickeln bzw. zu optimieren. Und wir sind gespannt auf detaillierte Informationen der Lehrplankommissionen, die wir Ihnen – sobald bekannt – zeitnah mitteilen werden.

Dr. Simone Elsanowski
Stellvertretende Schulleiterin Gymnasium

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